Zivile Luftfahrt

Die Zivile Luftfahrt ist das Gegenstück zur Militärischen Luftfahrt. Zur Militärischen Luftfahrt haben wir einen extra Artikel angefertigt, nähere Informationen entnehmen Sie bitte dort.

Der Begriff „Zivile Luftfahrt“ ist ein Sammelbegriff. Vereint werden darunter zum Einen Forschungseinrichtungen sowie Hersteller von Flugzeugen, welche sich die zivile Luftfahrt zur Aufgabe gemacht haben. Zum Anderen bezeichnet man damit die land – und seegestützte zu zivilen Zwecken stattfindende Luftfahrt, wie etwa die Überwachung von Wetter und Verkehr oder der Transport von Passagieren sowie von Gütern. Der größte Bereich der Zivilen Luftfahrt wird Allgemeine Luftfahrt genannt (s. Artikel über Allgemeine Luftfahrt). Nicht verwechseln darf man sie mit der gewerblichen Luftfahrt, welche die Beförderung von Post, Passagieren oder Fracht bezeichnet, die entgeltlich ist.

Natürlich muss auch die Zivile Luftfahrt nach gewissen Regeln ablaufen. Um diese zu standardisieren, wurde die ICAO gegründet, die International Civil Aviation Organization (Internationale Zivilluftfahrtorganisation). Ihre Gründung basiert auf dem Abkommen über die internationale Zivilluftfahrt, welches am 7. Dezember 1944 abgeschlossen wurde. Man nennt dies auch das Chicagoer Abkommen. Der Hauptsitz der ICAO ist in Montréal in Kanada. Die ICAO umfasst 190 Staaten als Mitglieder.

Die ICAO spricht Richtlinien sowie Empfehlungen aus, die dann von den teilnehmenden Ländern umgesetzt werden – mit eventuellen Modifikationen. Erwähnenswert ist auch, dass sich auch viele Staaten, die keine offiziellen Mitglieder sind, an diesen Empfehlungen orientieren und diese anwenden. In der Nähe von Paris ist das Büro, welches für Europa verantwortlich ist. Deutschland wird, was dies betrifft, durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung vertreten (BMVBS).

Zu den wichtigsten Aufgaben der Organisation gehören unter anderem die Entwicklung von Infrastrukturen, die Regelung von internationalen Verkehrsrechten, das Erarbeiten der Richtlinien und Empfehlungen, eine Definition von Grenzwerten, was die Fluglärmemissionen betrifft, sowie die Entwicklung von Standards für Reisedokumente, die maschinenlesbar sind (z.B. die neuen Personalausweise, welche biometrische Daten enthalten).