Militärische Luftfahrt

Als Militärische Luftfahrt wird die Luftfahrt bezeichnet, welche militärischen Zwecken dient, wie etwa der Transport von Material und Personen, der Einsatz militärischer Luftfahrzeuge für defensive, offensive oder unterstützende Operationen innerhalb eines Luftkriegs oder die Überwachung und Aufklärung.

Schon im Ersten Weltkrieg hat man die damals recht neu erfundenen Flugzeuge eingesetzt. Während des Zweiten Weltkrieges hat die Überlegenheit in der Luft eine große Rolle gespielt. Der Golfkrieg wurde zum großen Teil auch aus der Luft geführt. Durch den guten Einsatz von Kampfflugzeugen kann man es schaffen, eine Luftüberlegenheit für ein Krisengebiet zu gewinnen. Dies bzw. auch die totale Kontrolle des ganzen Luftraumes von einem Krisengebiet hat einen hohen Stellenwert, denn man kann dadurch einerseits eine gute Aufklärung über die Stärke des Gegners, seine Standorte sowie seine Operationen bekommen, andererseits kann man dadurch auch selbst gezielte, wirkungsvolle Angriffe ausführen.

Zu den weiteren Aufgaben der Militärischen Luftfahrt gehört auch der Transport von Material und Personen in entlegenere Gebiete und auch deren Ausflug, falls ein Rückzug bevorsteht. Wenn es um Aktionen in geringerer Entfernung geht, können diese auch von Hubschraubern ausgeführt werden. Ein Flugzeugträger kann große Mengen an Flugzeugen in die Nähe des Kampfgebietes bringen und auch die Verpflegung für die dort stationierten Menschen gewährleisten. Durch gewisse Vorrichtungen kann eine Militärflugmaschine auch in der Luft tanken.

Es gibt verschiedene Arten militärischer Luftfahrzeuge. Sie werden von Teilstreitkräften betrieben, zum Beispiel dem Heer, der Marine oder der Luftwaffe. Hierbei unterscheidet man Jagdbomber, Jagdflugzeuge, Kampfflugzeuge, Bomber, Aufklärungsflugzeuge, Tankflugzeuge zur Luftbetankung, Hubschrauber, Transportflugzeuge, Senkrechtstarter sowie Trägergestützte Flugzeuge. Im Zweiten Weltkrieg wurden Sturzkampfflugzeuge und Schlachtflugzeuge verwendet.

Der Krieg in der Luft dient der Bekämpfung der feindlichen Flugzeuge mit eigenen Jagdflugzeugen sowie der bodengestützten Flugabwehr. Von einem Krieg aus der Luft spricht man, wenn man die Aufklärung miteinbezieht, sowie das Bekämpfen von Bodenzielen und gegnerischen Luftstreitkräften am Boden. Dies geschieht durch Bomber und Aufklärungsflugzeuge.

Luftfahrtgesetz

Das Luftverkehrsrecht, Luftrecht beziehungsweise Luftfahrtrecht ist ein Rechtsgebiet, welches sich mit den Verordnungen, Gesetzen sowie anderen rechtlichen Fragen im Bezug auf die Luftfahrt auseinandersetzt. Man unterscheidet hierbei zwischen Belange auf staatlicher und internationaler Ebene.

Wenn es um staatliche Belange geht (als Beispiel ist hier die Lufthoheit zu nennen), so ist zuerst das staatliche Recht verantwortlich. Speziell für die Bundesrepublik Deutschland gibt es hier einige Verordnungen und Gesetzeswerke. So regelt das Luftverkehrgesetz (LuftVG) etwa die Nutzung des Luftraums durch Luftfahrzeuge. Für die Gefahrabwehr ist das Luftsicherheitsgesetz (LuftSiG) zuständig und die Untersuchungen von Störungen und Unfällen beim Betrieb von zivilen Luftfahrzeugen wird durch das Flugunfall-Untersuchungs-Gesetz geregelt (FlUUG). Für die Staaten Österreich, Liechtenstein und die Schweiz gelten das Luftfahrtgesetz (LFG) als zentrales, nationales Regelwerk

Für internationale Belange (wenn mehrere Staaten betroffen sind, wie etwa bei der Nutzung fremden Luftraums) bezieht man sich auf internationale Abkommen zum Beispiel das Chicagoer Abkommen des Jahres 1944 (für die Gründung der ICAO, der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation) oder auf das Montrealer Übereinkommen (1999). Man regelt den Luftverkehr zwischen Staaten meistens auf Basis bilateraler Luftverkehrsabkommen. Darin werden von beiden Vertragspartnern gegenseitige Rechte (wie etwa die Freiheit in der Luft) eingeräumt.

Beispiel: Das Luftverkehrsgesetz
Als Grundlage für die Gesetzgebung im Bereich Luftverkehr in Deutschland gilt dieses Gesetz. Hier soll es in seinen Abschnitten im Überblick vorgestellt werden:

Abschnitt 1: Hier dreht sich alles um Luftfahrzeuge sowie Luftfahrtpersonal, um Flugplätze, um Luftfahrtunternehmen sowie – veranstaltungen, um die Verkehrsvorschriften, die Flughafenkoordinierung, Flugsicherung sowie den Flugwetterdienst. Außerdem um die vorzeitige Besitzeinweisung und die Enteignung sowie um gemeinsame Vorschriften.

Abschnitt 2: Der 2. Abschnitt regelt die Haftung für Personen sowie Dinge, welche nicht im Luftfahrzeug transportiert werden, natürlich auch die Haftung für Menschen und deren Gepäck, die im Luftfahrzeug transportiert werden, sowie die Haftung für eine Beförderung, welche verspätet ist. Auch andere Haftungsfragen werden hier geklärt, zum Beispiel für Belange der militärischen Luftfahrzeuge

Abschnitt 3: Er befasst sich ausschließlich mit den Straf – und Busgeldvorschriften

Abschnitt 4: Thematisiert Luftfahrtdateien (Luftsportgeräteverzeichnis, Luftfahrzeugrolle)

Abschnitt 5: Dieser 5. Abschnitt klärt über Übergangsregelungen auf

Luftfahrtmuseum

Sie interessieren sich für Luftfahrt oder üben sogar ein Hobby aus, dass damit in engem Zusammenhang steht, wie etwa das Segelfliegen oder den Modellbau? Vielleicht haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, ein Luftfahrtmuseum zu besuchen, um neue Eindrücke zu gewinnen und sich intensiver mit der Thematik auseinander zu setzen? Dann möchten wir Ihnen hier zeigen, wo Sie dies tun können.

In Deutschland gibt es beispielsweise das Luftfahrt-Museum Laatzen-Hannover. Hier findet eine ständige Ausstellung rund um das Thema Luftfahrt und seine Geschichte statt. 36 Flugzeuge, 30 Kolbenmotoren und Strahltriebwerke sowie 673 Flugzeugmodelle sind hier auf einer Ausstellungsfläche, die 3500 Quadratmeter beträgt, ausgestellt. Das Museum hat für Sie immer von Dienstag bis Sonntag geöffnet, nämlich zwischen 10 und 17 Uhr.

Innerhalb der Ausstellung gibt es einige Themenbereiche, die man als Schwerpunkte hervorheben kann. Dort gibt es zum Beispiel Sequenzen über die Frühzeit der Luftfahrt oder die Bergung der Ju 52 am Polarkreis, sowie über die Geschichte des Segelflugs. Außerdem werden tollkühne Piloten und auch die Frauen in der Luftfahrt hervorgehoben. Eindrucksvoll wird auch die Luftfahrt während des Zweiten Weltkriegs und im Kalten Krieg dargestellt.

Als besondere Highlights des Museums kann man ein sehr seltenes Original JUMO 004A-Strahltriebwerk bestaunen, einen Teilrumpf der Ju52 begehen und eine Spitfire hautnah sehen. Außerdem hat die Ausstellung noch eine Messerschmitt Bf 109 und eine Focke-Wulf Fw zu bieten. Auch eine Starfighter aus der Nachkriegszeit sowie eine MiG-15 aus der selben Zeit kann man sich ansehen.

Auch sehenswert ist das Luftfahrtsmuseum Finowfurth in der Nähe von Berlin, welches sich durch seinen Erlebnischarakter auszeichnet. Oder kommen Sie nach Wernigerode und bestaunen Sie eine Ausstellung auf mehr als 5000 Quadratmetern im Museum für Luftfahrt und Technik! Auch in Rotheburg gibt es etwas zu Sehen für Flugzeug-Fans: Kommen Sie in die Ausstellung des Luftfahrttechnischen Museumsvereins Rothenburg e.V.! Viel Spaß wünschen wir Ihnen bei Ihrem Ausflug!

Luftfahrtbedarf

Um ein Flugzeug sicher zu starten, zu Fliegen und auch sicher wieder auf die Erde zu bringen, benötigt ein Pilot neben einer fundierten Ausbildung im Fliegen auch spezielles Zubehör. Was dazu gehört, möchten wir hier im Folgenden einmal zusammenstellen:

Wichtig sind  Brillen (als Schutz gegen starke Sonneneinstrahlung), Navigationsgeräte, Headsets und Itercoms, die Bekleidung, Koffer und Taschen für das eigene Gepäck, GPS und Zubehör, Uhren und Chronographen, Kniebtretter, Cockpitzubehör und Handgeräte / Mobile Geräte (zum Beispiel ein Windmesser).  Navigationsgeräte oder Karten sind vor allem auch wichtig für Segelflieger, damit Sie ihren genauen Standort mitteilen können. Auch empfehlenswert ist es, eine Schutzhülle für das Flugbuch zu kaufen.

Vor einem Flug sollte man sich immer noch einmal vergewissern, dass man alles eingepackt hat. Vor allem bei Flügen, die mehrere Stunden dauern, sollte gerade auch ein Segelflieger an alles denken, denn er hat z.B. keine Möglichkeit, zwischendurch einmal auf die Toilette zu gehen – er muss eine andere Lösung zur herkömmlichen Bordkabine finden, um sein Geschäft zu verrichten. Trotzdem sollte man auch als Segelflieger recht viel trinken und somit auch für eine Halterung der Getränke sorgen, schließlich erfordert das Fliegen Konzentration. Denken Sie in diesem Zusammenhang auch an eine Kopfbedeckung um eine übermäßige Belastung durch die Sonne zu vermeiden.

Auch gibt es für verschiedenste Bedürfnisse konzipiertes Zubehör für das Cockpit, eben z.B. ein Trinksystem, ein Noturinal oder eine Fußheizung. Ein Pilot sollte zudem immer eine Cockpitleuchte mit sich führen, man kann nie wissen!! Und natürlich dürfen die Karten nicht außer Reichweite sein! Flugzubehör bekommen Sie im Fachhandel oder über das Internet. Haben Sie Fragen zu einzelnen Produkten, kann man Sie dort sicherlich gut beraten. Gerade auch als Vereinsmitglied ist es sinnvoll, über die Teilung der Kosten und der technischen Geräte mit einem anderen Vereinsfreund nachzudenken. Dies bietet sich vor allem bei den Karten oder einem Navigationssystem an.